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G4W Webhosting
Webhosting: Wofür bezahlt man beim Webspace?
Webspace gibt es nicht umsonst. Nein, das muss anders ausgedrückt werden. Es gibt Anbieter für Webhosting, bei denen man seine Webseite umsonst unterbringen kann. In der Regel bringt das aber mehr Ärger als Nutzen, denn die kostenlosen Serviceleistungen eines Freehosters reichen an die eines professionellen Providers nicht heran: Langsame Internetanbindungen und der totale Seitenzusammenbruch bei zu vielen Besuchern sind kein seltenes Bild, wenn man sich kostenlos Webspace beschafft hat. Allein das dürfte spätestens bei kommerziellen Webseiten ein Argument sein, sich lieber gleich ein kostenpflichtiges Angebot mit besseren Leistungen zu suchen. Aber wie setzen sich die Kosten für den Webspace eigentlich zusammen?
Wer denkt, beim Webhosting geht es nur um die Anschaffung des Servers und anschließend lässt sich kassieren, der irrt. Tatsächlich ist die Anschaffung des Computers, auf dem der Webspace einmal liegen soll, der erste Schritt. Da er sehr leistungsfähig sein muss, kostet er schnell mehrere hundert oder über tausend Euro. Diese Anschaffungskosten müssen wieder eingenommen worden sein, ehe der Server ersetzt werden muss – es gibt schließlich kaum ein technisches Gerät, das so schnell veraltet, wie ein Computer. Das Geld, das man für den Kauf der Server ausgibt, ist aber noch nicht alles, das man mit seinem Webspace bezahlt. Auch das Geld, das für Strom und eine schnelle Internetanbindung investiert werden muss, spiegelt sich in den Kosten für das Webhosting wieder. Denn was nützt einem eine tolle Webseite, wenn niemand sie besuchen kann?
Die Sicherheit von Daten spielt beim Webhosting eine elementare Rolle. Sie sollen weder von Hackern gestohlen werden können, noch durch einen Diebstahl des Servers oder sogar einen Brand verloren gehen. Der Provider muss den Webspace also besonders absichern. Gegen Hacker geht er unter anderem vor, indem er aktuelle Schutzprogramme auf den Servern installiert. Auch die kosten verständlicherweise Geld, das in den Gebühren für das Webhosting ebenfalls seinen Platz findet. Damit kein Feuer entstehen und die Daten zerstören kann oder jemand in den Serverraum einbricht und die Computer stiehlt, werden die Computer in sogenannten Rechenzentren untergebracht. Es handelt sich dabei um spezielle Räume, die besonders gut klimatisiert sind. So ist das Risiko einer Überhitzung der Server und einem folgenden Datenverlust sehr gering. Die Brandschutzanlagen der Rechenzentren arbeiten mit Stickstoff, so dass Feuer gelöscht werden können ohne dass die Computer unter Wasser gesetzt werden. Nicht zuletzt sind diese Gebäude durch Wachpersonal und Alarmanlagen sehr gut vor Einbrüchen geschützt. Es gibt also eine ganze Reihe an Sicherheitsmaßnahmen, für die der Provider Geld bezahlen muss, das er mit den Webspace Kosten wieder einnehmen muss. Aber so viel Sicherheit sollte einem auch ein paar Cent mehr Wert sein.
Was aber, wenn es zum Datenverlust kommt oder man ein Problem mit seinem Webspace hat? Versierte Techniker sind unerlässlich, wenn es um die Pflege der Server geht. Der Provider betraut beim Webhosting Fachleute damit, die Computer regelmäßig zu warten, täglich Sicherheitskopien der einzelnen Datenbanken anzufertigen und bei Problemen schnell für eine Lösung zu sorgen. Gleichzeitig sind die Techniker für organisatorische Aufgaben da, zum Beispiel, um Ihren neuen Webspace freizuschalten oder Ihren Server einzurichten.
All diese Dinge sind die Kernthemen, um denen es bei den Kosten für Webspace geht. Berücksichtigt man, wie hoch die Kosten für den Betrieb eines Servers sind, dann kann man über einen Euro für seine hundert Megabyte Webspace eigentlich nicht mehr klagen. Zumal das ja noch längst nicht alles ist, was der Anbieter für sein Webhosting ausgibt. Hinzu kommen zum Beispiel eine ganze Reihe verwalterische Aufgaben: Kundenaccounts müssen erstellt und verwaltet werden, die Rechnungen müssen pünktlich verschickt und kontrolliert werden und es muss wenigstens tagsüber immer einen Ansprechpartner geben, der bei Fragen zur Verfügung steht. Denn was bringt einem ein toller Server, wenn der Kundenservice einfach mies ist? Auch Ausgaben für Werbung und die Gestaltung der Webseite fallen irgendwo natürlich in die Gebühren mit hinein, die man für seinen Webspace zahlt. Nicht zuletzt möchte der Provider dann am Ende ja auch noch etwas verdienen, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
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